Teaser Frankfurt Nordwest Phase 3

PHASE 3: IM DIALOG MIT DEM STADTPLANUNGSAMT

Auch in der 3. Phase beantworteten die Mitarbeitenden des Stadtplanungsamtes Frankfurt am Main wieder Ihre Fragen zum neuen Stadtteil der Quartiere. Gut 50 Fragen haben Sie uns bereits gestellt und wir haben sie beantwortet.
Sie finden diese gesammelt in der 2. Phase.

16 Fragen 16 Antworten
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Der Prozess der vorbereitenden Untersuchungen im Überblick

 

 

 Darum geht es in 180 Sekunden: 

Die Bürgersprechstunde ist bereits abgelaufen.

Fragen aus dem digitalen Bürgerdialog vom 07.11.2020

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Stadtplanungsamt Frankfurt 27.11.2020 11:53 beantwortet

Wo endet RTW Planfeststellung laufend und wie/wann soll’s weiter gehen Richtung Nordwestzentrum? Und mit/ohne U-Bahn?

Beantwortet am: 27.11.2020 11:53

Die RTW Planfeststellung befindet sich derzeit in der Offenlage. Die aktuellen Pläne können Sie gerne hier einsehen und sich im Verfahren beteiligen: https://www.uvp-verbund.de/trefferanzeige?docuuid=E3850FAD-4D63-4A99-896E-67B57D31591C&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-he&docid=E3850FAD-4D63-4A99-896E-67B57D31591C Das laufende Verfahren erstreckt sich ungefähr von Westen kommend bis zum Steinbacher Hohl, wie Sie den Übersichtsplänen unter dem genannten Link entnehmen können. Die Frage, wie es Richtung Nordwestzentrum weitergehen soll ist in der derzeiten Planfeststellung nicht enthalten. Hierzu müssen auch im Rahmen der weiteren Planungen technische Machbarkeiten, verkehrliche Notwendigkeiten und wirtschaftliche Aspekte geprüft werden. Auch im Rahmen der Studien zu Stadt und Landschaft wurden Vorschläge zu verschiedenen Verknüpfungsmöglichkeiten mit dem bestehenden U-Bahnnetz gemacht, die im weiteren Verfahren der vorbereitenden Untersuchungen geprüft werden.

Fragen aus dem digitalen Bürgerdialog vom 07.11.2020

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Stadtplanungsamt Frankfurt 27.11.2020 11:52 beantwortet

Wie wird mit dem Ziel aus der Landesentwicklungsplanung umgegangen, von den Höchstspannungsleitungen einen Abstand von 400m für Wohnbebauung zu halten?

Beantwortet am: 27.11.2020 11:52

Durch das Untersuchungsgebiet verlaufen mehrere Stromtrassen von regionaler und überregionaler Bedeutung. Die Funktionalität dieser Trassen ist grundsätzlich zu erhalten. Welche Spielräume bestehen, diese Trassen horizontal als auch vertikal (Erdkabel) zu verlagern oder neu zu organisieren, wird im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen ermittelt. Auch der Umgang mit den Abstandsforderungen von 200 Metern beziehungsweise 400 Metern zu Wohngebäuden aus dem Landesentwicklungsplan wird im weiteren Verfahren geklärt. Hierbei sind verschiedene Lösungen denkbar. Die meisten Studien sehen beispielsweise vor, im Bereich um die Höchstspannungsleitungen gewerbliche Nutzungen anzuordnen. Einige Studien sehen auch eine Verlagerung der Trassen vor. Welche Lösungen letztlich weiterverfolgt werden hängt letztlich auch von der Frage ab, wie die Landesentwicklungsplanung im Detail umgesetzt werden muss. Zum Thema der Höchstspannungsleitungen besteht bereits ein erstes Gutachten, welches Sie auf der Projektwebseite des Stadtplanungsamts herunterladen können.

Fragen aus dem digitalen Bürgerdialog vom 07.11.2020

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Stadtplanungsamt Frankfurt 27.11.2020 11:51 beantwortet

Bitte klären Sie uns auf, was im Moment an der A5 westlich der Mosaikschule für ein Lärmschutzwall gebaut wird. Der wird ja insgesamt 11 m hoch: 5 m über der Autobahn und Dammhöhe 6 m der Fahrbahn, das ergibt 11 m. Das erschreckt, da geht keine Kaltluft mehr durch.

Beantwortet am: 27.11.2020 11:52

Es handelt sich bei den derzeitig durchgeführten Aufschüttungen entlang der A 5 um Erdaushub, der bei den Bauarbeiten für den Riederwaldtunnel anfällt. Diese Maßnahme liegt im Hoheitsbereich von HessenMobil, wo Sie sich bei weitergehenden Detailfragen gerne hinwenden können. Die Erdwälle weisen zugleich eine lärmschützende Wirkung für die benachbarten Stadtteile östlich der A 5 auf.

Die Frage, wie letztlich der Lärmschutz für den Neuen Stadtteil der Quartiere und damit auch die Bestandsquartiere gestaltet werden muss, ist zum einen Gegenstand der Studien zu Stadt und Landschaft und zum anderen noch detaillierter Thema in den möglicherweise anschließenden Planverfahren der Entwicklungsmaßnahme. Wie Sie beschrieben haben, ist klar, dass bei dessen Gestaltung neben der notwendigen Lärmminderung auch die stadtklimatische Wirkung sowie das Landschaftsbild berücksichtigt werden müssen.

Hinsichtlich der Auswirkungen auf den Kaltluftzustrom lässt sich bereits jetzt sagen, dass bei einer entsprechenden Mächtigkeit der Kaltluft Barrieren überströmt werden können. Die klimatische Untersuchung hat ergeben, dass die Mächtigkeit der heranströmenden, zusammen mit der lokal produzierten Kaltluft 10-15m auf ebenen Flächen beträgt, entlang der topografischen Tiefenlinien nimmt die Mächtigkeit zu. Es kann also im konkreten Fall noch von einer Überströmung des Erdwalls ausgegangen werden. Für die Versorgung der Quartiere mit Kaltluft ist insbesondere das Freihalten der Luftleitbahnen entlang der Bachtäler relevant. In den Studien zu Stadt und Landschaft werden aus diesem Grund breite Bereiche um die Bachtäler für Grün- und Freiraumstrukturen freigehalten.

Fragen aus dem digitalen Bürgerdialog vom 07.11.2020

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Stadtplanungsamt Frankfurt 27.11.2020 11:51 beantwortet

Wie kann sichergestellt werden, dass nicht nur für Bauträger lukrative Bereiche des Stadtteils der Quartiere erschlossen werden und jene Bereiche, die den Anwohnern zugutekommen würden quasi in der Ausführung entfallen?

Beantwortet am: 27.11.2020 11:51

Vielen Dank für ihre Frage. Insgesamt ist es sinnvoll bei einem solch großen Bauprojekt, eine schrittweise Umsetzung zu planen und im Städtebau möglich zu machen. Da zukünftige Entwicklungen immer einer Ungewissheit unterliegen ist es wichtig, dass langfristige Pläne anpassbar bleiben. Aus diesem Grund war es Teil der Aufgabe der Planungsteams, eine schrittweise Entwicklung in ihrem Entwurf zu ermöglichen. Dabei ist wie Sie sagen entscheidend, dass dieses stufenweise Vorgehen nicht zu Einbußen bei den Qualitäten oder einem Ausspielen der Abschnitte untereinander führt. Die Jury hat die Möglichkeit, die Studien ohne Einbußen bei den Qualitäten auch schrittweise zu entwickeln besonders im Blick behalten und alle Studien dahingehend kritisch geprüft.

In der Umsetzung der Studie kann eine „Salamitaktik“ dann insbesondere durch die Anwendung des Instruments der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme ausgeschlossen werden. Dessen Anwendung sieht das Baugesetzbuch vor, wenn eine zügige und einheitliche Durchführung im allgemeinen öffentlichen Interesse liegt. Dann kann die Stadt ein Gebiet selbst entwickeln und somit sicherstellen, dass die Durchführung allen Zielen entspricht, die im Entwurf zugrunde gelegt wurden und die Bereiche, die dem Gemeinwesen zu Gute kommen aus den Einnahmen der Entwicklung der Baugrundstücke finanzieren.

Fragen aus dem digitalen Bürgerdialog vom 07.11.2020

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Stadtplanungsamt Frankfurt 27.11.2020 11:50 beantwortet

Im vergangenen Sommer haben viele Taunusgemeinden bereits Wassernotstand ausgerufen - wie soll bei immer heißeren Sommern denn die Trinkwasserversorgung für diese zusätzlichen Quartiere langfristig sichergestellt werden - natürlich ohne dass andere Gemeinden darunter leiden müssen?

Beantwortet am: 27.11.2020 11:51

Die Stadt Frankfurt am Main stellt sich aktiv den Herausforderungen, die Klimawandel und Bevölkerungswachstum mit sich bringen. So wird im Bereich der Wasserversorgung derzeit ein kommunales Wasserversorgungskonzept erstellt. Die Gewährleistung der Versorgungssicherheit zusammen mit einer effizienten Wassernutzung steht dabei im Vordergrund. Die Konzeption für die Sicherstellung der Wasserversorgung der Stadt Frankfurt am Main ist aber auch generell integraler Bestandteil der regionalen Wasserbeschaffungskonzeption für den Gesamtraum der Metropolregion Rhein-Main. Hierfür gibt es übergreifende Bevölkerungs- und Wasserbedarfsprognosen der Arbeitsgemeinschaft Wasserversorgung Rhein-Main (WRM) und der Hessenwasser GmbH & Co. KG, in der u.a. die wachsende Einwohnerzahl Frankfurts und des sich daraus ergebenden Wasserbedarfs unabhängig davon, wo der zusätzliche Wohnraum genau entsteht, berücksichtigt wird. Auf dieser Basis ist die Situationsanalyse der WRM 2016 forstgeschrieben worden. Der prognostizierte Mehrbedarf in der Trinkwasserversorgung kann durch die konsequente und zügige Umsetzung der in der Situationsanalyse aufgezeigten Maßnahmen gedeckt werden. Diese sind u.a. der Erhalt und die Ertüchtigung von Wasserwerken im Kernbereich des Leitungsverbundes und vorrangig auch im Bereich der Stadt Frankfurt am Main, die Sicherung von Wasserwerken gegenüber konkurrierenden Nutzungen, die Ertüchtigung der technischen Infrastruktur, insbesondere der Ausbau von Infiltrationsanlagen auch im Stadtwald Frankfurt und im Hessischen Ried. Dem Bewirtschaftungselement der Grundwasseranreicherung mit aufbereitetem Oberflächenwasser aus Rhein und Main kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Sie ermöglicht eine nachhaltige, umweltschonende und weitgehend klimaunabhängige Grundwasserbewirtschaftung und eine Schonung der natürlichen Grundwasserressourcen. Weitere Optimierungsmaßnahmen wie insbesondere der Ausbau der Substitution von Trinkwasser durch Brauch-/Betriebswasser werden im kommunalen Wasserkonzept geprüft.