Stadtrat Jan Schneider gibt Startschuss für Onlinebefragung zu öffentlichen Toiletten auf dem Bürgerbeteiligungsportal FFM Frankfurt fragt mich

Viele Frankfurter Bürgerinnen und Bürger wünschen sich eine noch bessere Sanitärversorgung im Stadtgebiet. Deshalb hat der für Liegenschaften verantwortliche Dezernent Jan Schneider für dieses Jahr die Erarbeitung eines neuen Standortkonzepts für öffentliche WCs angekündigt. Um die Wünsche und Anregungen der Frankfurterinnen und Frankfurter für Orte, an denen es weitere Toiletten geben sollte, dabei zu berücksichtigen, startet heute die Onlinebefragung.

Aktuell sind 53 öffentliche Toilettenanlagen in Gebäuden, U-Bahnhöfen, Parks, auf Plätzen oder am Mainufer, die momentan auch zugänglich sind, in der interaktiven Karte auf der Beteiligungsplattform eingetragen. Rein rechnerisch kommt auf gut 13 000 Frankfurter eine öffentliche Toilettenanlage. „Das ist eindeutig verbesserungswürdig“, räumte Stadtrat Jan Schneider anlässlich des UN-Welttoilettentags im vergangenen November ein. Hier war der für Bau und Immobilien zuständige Dezernent einer Einladung zum Aktionstag in den Zukunftspavillon am Goetheplatz gefolgt, um gemeinsam mit anderen Politikern und Interessensgruppen Stellung zu beziehen. Auch der Unternehmer Kerry Reddington, Mitglied der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung in Frankfurt am Main (KAV), machte sich hier erneut für eine bessere Versorgung der Stadt mit öffentlichen Toiletten stark. „Frankfurt kann zur Modellstadt für öffentliche Toiletten werden“, ist Reddington überzeugt und verwies auf eine Umfrage zur Situation der öffentlichen WCs in den zehn größten deutschen Städten. Demnach liegt die Mainmetropole im Vergleich nur auf dem achten Platz, vorne liegen Köln, Düsseldorf und Stuttgart. „Das zu verbessern ist wichtig, nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für die Touristen, die in die Mainmetropole kommen“, betonte Reddington.

Stadtrat Schneider sieht hier auch Handlungsbedarf und will möglichst schnell zu Verbesserungen kommen: „Wir müssen auch darauf reagieren, dass die Bevölkerung in Frankfurt weiter wächst. Zugleich haben sich die Vorlieben vieler Menschen, ihre Freizeit zu verbringen, verändert. Viele drängt es ins Grüne, etwa in Parks oder an das Mainufer. Auch darauf müssen wir reagieren. “Die Planung einer dauerhaften Lösung im stark besuchten „Nizza“ am nördlichen Mainufer hat Schneider bereits in Auftrag gegeben. „Die kurzfristig im vergangenen Sommer auf Reddingtons Initiative hin aufgestellten mobilen Toiletten haben rasch Abhilfe geschaffen. Auf Dauerwerden sie diesem Ort - einer denkmalgeschützten Grünanlage - aber nicht gerecht“, so Schneider. „Auch höre ich von den Ortsbeiräten und dem Seniorenbeirat, dass gerade für ältere Bürger, behinderte Menschen und Familien mit kleinen Kindern die Bedürfnislage in Frankfurt nicht selten dringlich ist.“

Die Idee, mit einer Online-Befragung das Thema der öffentlichen Toiletten in den Blickpunkt zu rücken, entstand im Rahmen des Aktionstages zum Welttoilettentag. Auf der Beteiligungsplattform „Frankfurt fragt mich“ haben nun Bürgerinnen und Bürger bis Ende April die Möglichkeit, ihre Wunschorte für öffentliche Toiletten anzugeben. „Der nächste Schritt wird dann sein, dass wir ein WC-Standortkonzept für die Stadt erarbeiten“, so Schneider abschließend.

Die Online-Befragung findet sich unter: https://www.ffm.de/frankfurt/de/home/beteiligen