Fail State Frankfurt

Ich lebe erst seit 3 Jahren in Frankfurt und habe vorher in eher kleinen Städten gewohnt. Bis jetzt dachte ich immer, je mehr Menschen an einem Ort zusammenkommen, desto mehr halten diese sich an die Regeln. Leider ist das nicht so. Liegt vielleicht an der sozialen Kontrolle in kleineren Gemeinden, wobei Münster, wo ich direkt vorher gelebt habe, auch schon über 300.000 Einwohner hat. Was man allerdings hier in Frankfurt erlebt, ist schon erschreckend. Jedoch nicht nur das Verhalten der Menschen, sondern auch, dass dieses Verhalten (zumindest gefühlt) nicht sanktioniert wird.

Fußgänger schmeißen ihren Müll irgendwo hin - keine Sanktionen.

Radfahrer (noch viel schlimmer E-Scooter) fahren wie sie wollen - keine Sanktionen.

Autos parken wie sie wollen, nur nicht so wie sie dürfen - keine Sanktionen.

Hier auf der Plattform gibt es erschreckenderweise dazu etliche Ideen, manche schon viele Jahre alt, aber die Stadt scheint es nicht zu interessieren. Ich bin nun wirklich niemand, der Law-and-Order propagiert, aber ein bisschen sollte die Stadt hier ihre Funktion als Aufsichtsbehörde über den öffentlichen Raum (neben der Länderpolizei) wahrnehmen.

Sicherheit und Ordnung stadtweit

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Antwort der Verwaltung

Umsetzung

Der Magistrat teilt die Auffassung, dass zu viele Menschen häufig zu sorglos im und mit dem öffentlichen Raum umgehen, kann aber das Verhalten nur begrenzt beeinflussen.

In Bezug auf Sauberkeit zeigt die Stadtpolizeiliche Statistik 2022 durchaus exemplarisch, dass Fehlverhalten nicht ohne Sanktionen bleibt: Von 668 eingeleiteten Verwarn-  und Bußgeldverfahren entfielen 433 Fälle auf die Entsorgung von Kleinabfällen, 93 Fälle auf zu früh oder ohne Genehmigung bereitgestellten und somit illegal abgelagerten Sperrmüll sowie 142 Fälle auf sonstige Abfälle.

Bei den Kleinabfällen ist davon auszugehen, dass die „Dunkelziffer“ wesentlich höher ist, denn nur wer inflagranti beim achtlosen Wegwerfen von Kleinabfall erwischt wird, kann mit einem Verwarngeld belegt werden.

Zur Ahndung sonstiger Mülldelikte ist die Stadt auf Zeugen angewiesen beziehungsweise müssen sich Hinweise aus dem Müll selbst ergeben, um die Täterschaft festzustellen. In diesen Fällen erfolgt auch eine Ahndung. Da Personen selten Mülldelikte begehen, wenn uniformierte Kräfte in der Nähe sind, und auch weil sie meinen, nicht erwischt zu werden dürfte die Dunkelziffer auch bei diesen Delikten relativ hoch sein.

Durch die Stadtpolizei festgestellte Müllablagerungen werden an die FES gemeldet, damit sie zeitnah entsorgt werden können. 

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dies auch nach 33 Jahren Fankfurt genauso wie der Autor sehe.

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Kommentare (14)

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Beate Müller

ID: 3.264 07.12.2023 05:13

Mal wieder typisch, dass hier einige die Idee nicht verstehen und nur das herausnehmen, was sie für wichtig halten. Selektive Wahrnehmung. Es geht hier auch um Gesellschaftskritik. Es sind alle gemeint.

Carmen Horstmann

ID: 3.199 22.11.2023 09:00

Wichtigster Punkt ist doch die Beschaffung von Geld und Personal. Mit der Erhöhung der Strassenreinigungsgebühr die letzlich alle tragen müssen wurde schon ein Anfang gemacht. Eine Staffelung ist genau das richtige. Dort wo viel Dreck ist muß mehr gezahlt werden. Das gilt auch für das Umfeld von Kleingartenanlagen. Die Clean up - Aktionen sind ja auch ein Erfolg. Leider konnte sich die hier im Forum erfolgreich gewünschte Verpackungssteuer nicht durchsetzen. Eine Ausweitung des Anwohnerparkens und eine City- Maut im Kernbereich wäre auch eine Option.

Soeren Puerschel

ID: 3.194 21.11.2023 11:47

Nur, was ist jetzt konkret der Vorschlag? An die Schilder am Stadteingang und den Hauptbahnhof Plaketten mit Failed City heften? Oder den OB abwählen?

Hedi Krüger

ID: 3.157 16.11.2023 08:31

Fahrradfahrer auf Gehwegen. Verkehrspolizei hat faktisch aufgegeben. Müll überall auch in den besten und teuersten Wohnlagen. Die Station Taunusanlage ist gar nicht mehr zumutbar. Wir sind ein Schritt vor San Francisco.

Soeren Puerschel

ID: 3.193 21.11.2023 11:44

@Hedi Krüger - Wenn Frankfurt jemals so gut wird, wie San Francisco, dann kann sich die Stadt beglückwünschen.

Tamara Schmidt

ID: 3.154 15.11.2023 07:56

Und das ist mal wieder typisch. Hier stellt jemand eine gesellschaftskritische Idee ein und einige wollen mal wieder nur ihr eigenes Feinbild sehen.  Es geht hier um alle!!! Nicht nur um Radfahrende oder Autofahrer. Ja, sogenannte Kampfradler nerven, ja, die Stadt hat den Kampf gegen das Falschparken aufgegeben, gleichwohl sollten sich alle überlegen, was sie falsch machen. 
Aber es ist ja viel leichter, nicht über den Tellerrand hinauszuschauen und die eigenen Ressentiments zu pflegen. 

Carmen Horstmann

ID: 3.155 15.11.2023 09:36

@Tamara Schmidt - Haben Sie evtl. auch mal einen Lösungsvorschlag?

Anonymisiert

ID: 3.153 14.11.2023 12:10

Und welche Konsequenz zieht man daraus? Liberalismus und ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt, klappt nicht wenn es auf Kosten der Gemeinschaft ausgelebt wird. Die Stadt braucht Geld für die Kontrollen. Ich hätte nichts gegen eine City- Maut, Ausweitung des Anwohnerparkens. Direktes Abkassieren bei Verkehrssünder aller Arten. Mehr Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Die Einnahmen sollten dem Ordnungsamt zur Überwachung zur Verfügung gestellt werden. Was wahrscheinlich böse Antworten geben wird - weshalb kann man Sozialstunden nicht bei der FES - Strassenreinigung ableisten? Ich hoffe auch das dann mehr Bürger den Mut haben sich für ihre Stadt zu engagieren, auf vielfältige Art. Habe die Hoffnung noch nicht verloren.

Uli w.

ID: 3.147 11.11.2023 17:49

traurig aber wahr

Carmen Horstmann

ID: 3.145 11.11.2023 12:13

Vielen, vielen Dank für ihre Idee. Sie haben das richtig erfasst. Leider muß man feststellen das das Ordnungsamt (Stadtpolizei) chronisch unterbesetzt ist und bis jetzt auch nicht das Interesse besteht dies zu ändern. Was könnten Bußgelder in vielen Bereichen eingezogen werden wenn Kontrollen stattfinden würden. Müllablagerungen und Verkehrsdelikte nicht nur von Autofahrer*innen ärgern viele Bürger*innen. Wenn es aber um Maßnahmen der Überwachung geht wird auch hier ziemlich protestiert. Leider muß ich auch zugeben das meine Courage abgenommen hat direkt jemanden auf sein Fehlverhalten hinzuweisen.

karl-heinz pfeffel

ID: 3.146 11.11.2023 13:04

Uneingeschränkt richtig! Und wenn man den Mut nicht verliert, sondern Zweiradfahrer auf Gehwegen darauf hinweist, dass sie auf der Staße zu fahren haben oder dass Zebrastreifen nicht von ihnen zu nutzen sind oder dass sie bei Rot anhalten müssen, wird man unerträglich angepöbelt.

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