4: Szenario „Umstieg“ - Frankfurt stellt den Menschen in den Mittelpunkt der Mobilitätswende

Teilhabe an der Mobilität

Icon von Menschen mit Gehbehinderungen vor einer TreppeIllustration einer Frau mit Kinderwagen, die über einen Zebrastreifen läuft

„Wenn ich in Frankfurt unterwegs bin, gibt es keine Barrieren mehr für mich!“

Ein elementarer Vorteil des Szenarios ist die Verbesserung der Lebensqualität. Es wird mehr Raum für soziale Tätigkeiten und Aufenthaltsmöglichkeiten geben. Eine Herausforderung besteht in der Berücksichtigung der Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Personen, sollte es Zufahrtsbeschränkungen für den Autoverkehr geben. Der barrierefreie Ausbau könnte durch die geplanten Infrastrukturverbesserungen beschleunigt werden. Infrastrukturverbesserungen sind zum Beispiel barrierefreie Haltestellen und eine höhere Barrierefreiheit im öffentlichen Raum wie abgesenkte Bordsteine und Rampen an Treppen.

Kommentare (12)

Michael Kern

ID: 2.183 01.05.2022 20:11
Risiko

Generell sollte versucht werden, die Besserstellung einzelner nicht auf Kosten anderer umzusetzen. Ich frage mich auch, ob die (ggf. faktischen) Einschränkungen der Nutzung des Autors dann auch für wirklich alle gelten - also auch für mobilitätseingeschränkte Personen. Wenn schon kein Auto, dann bitte für alle - nicht rein, nicht raus, einfach alle fahren kein Auto mehr in der Stadt.

Georg Schmalhofer

ID: 2.157 01.05.2022 13:40
Chance

Die Teilhabe von allem Menschen (besonders Kinder, Ältere, Behindert) am öffentlichen Leben könnte massiv verbessert werden, wenn nicht nur die Infrastruktur entsprechend ausgebaut wird, sondern die Behörden auch den Willen und Mut aufbringen, bestehende Regeln zum Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen auch durchzusetzen. Beispiel: Behinderungen und Gefährdungen durch Parken auf Gehwegen und an Einmündungen nicht mehr dulden, sondern konsequent einschreiten.

Christine Bauknecht

ID: 2.105 25.04.2022 08:12
Sonstiges

Bitte berücksichtigen: Barrierefreiheit muss auch heißen, dass die Angebote einfach und unkompliziert nutzbar sind. In einfacher Sprache, mit leicht zu bedienender Abfrage, ohne dass umfangreiches Hintergrundwissen erforderlich ist.

Dietmar Sen

ID: 2.010 13.04.2022 20:26
Risiko

Vielleicht sollte man mobilitätseingeschränkte Personen nicht durch Verbote und provozierte Verschlechterung im Bereich des Individualverkehrs faktisch zum Umstieg auf den ÖPNV zwingen.

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Georg Schmalhofer

ID: 2.150 01.05.2022 13:00

Ich denke, dass mobilitätseingeschränkte Personen von weniger Autoverkehr deutlich profitieren können:

1) Ungehinderte Nutzung der Gehwege, was derzeit in weiten Teilen von Frankfurt nicht möglich ist (z. B. sind die Gehwege in unserem Viertel so zugeparkt, dass Menschen an vielen Stellen gar nicht durchkommen, Sehbehinderte stoßen überall auf Hindernisse usw.).

2) Durch Ausnahmeregelungen könnte gut sicherstellen, dass Zufahrt/Parkmöglichkeiten gegeben sind, wo ein Auto notwendig ist.

Petra Luxenburger

ID: 1.957 05.04.2022 18:58

Gerade mobil eingeschränkte oder auch sehbehinderte Personen sollten weiterhin auch mit einem Auto zum Arzt oder Einkauf fahren oder gefahren werden können.

Gerhard Wieners

ID: 2.054 20.04.2022 14:11

Na, ich hoffe, dass die sehbehinderte Person nur leicht sehbehindert ist :-)
Für Behinderte kann man grundsätzlich immer Anpassungen finden: Citymaut, die erstattet wird, Dauererlaubnis, .... Man sollte nicht das Kind (Verkehrsberuhigung) mit dem Bade (volle Innenstadt) ausschütten.

Kai Röth

ID: 1.953 05.04.2022 16:31
Chance

Die Niederlande zeigen, dass mobilitätseingeschränkte Personen von einem Ausbau breiter Radwege stark profitieren: Dort sind sehr viele alte und behinderte Menschen mit Elektromobilen ("Elektrorollstühle") auf den Radwegen unterwegs. Gerade ältere Menschen sind so weiterhin selbstständig mobil ohne wie als Autofahrende eine Gefahr für andere darzustellen (Gas mit Bremse verwechselt, langsame Reaktionszeiten, schlechte Sicht).
https://de.wikipedia.org/wiki/Elektromobil

Petra Luxenburger

ID: 1.956 05.04.2022 18:57

Es gibt auch jüngere Personen, die eingeschränkt sind und sehr gute Reaktionszeiten haben.

Manfred Fußnecker

ID: 1.950 05.04.2022 10:14
Sonstiges

Es leuchtet mir nicht ein, warum eine Zufahrtsbeschränkung eine Herausforderung für mobilitätseingeschränkte Personen sein soll. Ein Rettungswagen muss ja auch weiterhin einfahren können. So sollte das für mobilitätseingeschränkte Personen ebenfalls ermöglicht werden. Wir sollten uns von solchen Detailfragen nicht vom Umbau der Mobilität ablenken lassen.

Wolf Perina

ID: 1.943 04.04.2022 13:46
Chance

Meine Lebensqualität in Frankfurt verbessert sich durch einen öffentlichen Raum, wo es legitim ist, gemeinsam zu skaten.