4: Szenario „Umstieg“ - Frankfurt stellt den Menschen in den Mittelpunkt der Mobilitätswende

Ausstoß von Treibhausgasen

Icon mit Auto und LKW und der Schrift CO2Illustration von 2 Menschen die sich die Hand geben

„Bei diesen neuen Radwegen, da fahre ich jetzt lieber Rad, ganz CO2-neutral!“

Die Emissionen von Treibhausgasen wie CO2 werden deutlich reduziert. Einerseits durch den Umstieg auf klimafreundliche Verkehrsmittel wie das Fahrrad oder Bus und Bahn, andererseits durch den Umstieg auf Elektrofahrzeuge insbesondere im Wirtschafts- und Geschäftsverkehr. Die Reduktion der Emissionen erfolgt global, da die Menschen mehr zu Fuß, mit dem Rad und Bus und Bahn unterwegs sind. D.h. es entstehen keine Emissionen an anderer Stelle. Wie stark es zu diesen Veränderungen kommen wird, ist vom menschlichen Handeln abhängig und nicht exakt vorherzusagen. Damit ist auch die Einhaltung der Klimaziele mit Unsicherheiten behaftet.

Kommentare (16)

Michael Kern

ID: 2.184 01.05.2022 20:15
Risiko

Hier würde ich interessieren, wie sich die derzeitigen Maßnahmen auf den CO2 Ausstoß auswirken. Ich würde eher damit rechnen, daß die derzeitige Neugestaltungen (Radwege, Sperrungen) den Ausstoß erhöhen. Ohne eine bessere Anbindung des Umlandes kann der Umstieg nicht gelingen. Und: wie stellen Sie sich den Umstieg in anderer Hinsicht vor? Ein Frankfurter mag innerorts leicht mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV zurechtkommen, aber darf er dann weiter Fernreisen machen?

antje schuett-fahrenkrog

ID: 2.039 15.04.2022 12:18

Vielleicht sollte man erstmal konkrete Daten haben, wieviel CO2 in F. durch den innerstädtischen Individualverkehr hervorgerufen wird im Verhältnis zum gesamten CO2-Ausstoß? Könnte mir vorstellen, dass Industrie, Bürogebäude, städtische Gebäude, Müllverbrennung etc.. einen wesentlichen größeren Anteil haben. Wo finde ich diese Zahl nebst Zielgrößen pro CO2-"Sünder"? Der vergleich würde mich sehr interessieren und wäre eine bessere Entscheidungsgrundlage, als Diskussionen "auf blauen Dunst" hin.

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Georg Schmalhofer

ID: 2.151 01.05.2022 13:05

Die Zahlen finden Sie in der offiziellen Treibhausgasbilanz der Stadt Frankfurt am Main:
https://frankfurt.de/-/media/frankfurtde/frankfurt-themen/klima-und-energie/pdf/energiereferat-79a/meldungen/co2-bilanz-praesentation.ashx

2017 hat der Verkehrssektor (ohne Flughafen, d. h. zum Großteil Straßenverkehr) 1,67 Mio. t Co2 emittiert, das sind 21 % der städtischen Emissionen und ein Anstieg von 11 % gegenüber 1990.

Gregor Haslinger

ID: 2.035 15.04.2022 11:58
Sonstiges

Es ist bedauerlich, dass bei dem Thema Nachhaltigkeit im Verkehr nur darauf gesetzt wird, neue Fahrzeuge mit alternativen Motorkonzepten einzusetzen. Egal bei welchem Fahrzeug, der höchste Energieverbrauch entsteht grundsätzlich in der Produktion, bei Elektrofahrzeugen mit Akkumulatoren noch viel umweltschädigender, als bei herkömmlichen Fahrzeugen! Nachhaltigkeit entsteht durch effiziente und lange Nutzung eines Produktes -
der häufige Umstieg dient zuerst der Wirtschaft und nicht der Umwelt!

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Georg Schmalhofer

ID: 2.152 01.05.2022 13:12

Ich sehe zwar auch das Problem mit verlagerten Emissionen, wenn man die gesamte PKW-Flotte auf Elektroantrieb umrüsten würde. Beim Umstieg auf wirklich effiziente Verkehrsmittel (wie bei "Umstieg" vorgesehen) gibt es dieses Problem aber nicht. Fußverkehr hat 0 Emissionen, Radverkehr nur minimal bei der Herstellung der Räder (die man sehr lange nutzen kann). Elektrischer ÖPNV und Nutzfahrzeuge können auch sehr effizient sein und unterm Strich viele Emissionen vermeiden.

Dietmar Sen

ID: 2.011 13.04.2022 20:33
Risiko

Es wird immer unterstellt, dass die Menschen umsteigen wollen. Das trifft aber auf viele nicht zu.
Ich würde weite Umwege in Kauf nehmen, um weiterhin mit dem Auto einkaufen zu fahren, mithin dann mehr CO2 produzieren. Der Zwang erzeugt in mir eine extrem starke Abwehrhaltung, so dass ich neue Angebote eher nicht nutzen würde, da ich mich bedrängt und bevormundet fühle. Besser sind gute Alternativangebote ohne durch Einschränkungen im Individualverkehr gezwungen zu werden.

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Georg Schmalhofer

ID: 2.156 01.05.2022 13:35

Das können Sie nur tun, weil der Autoverkehr sehr stark subventioniert wird. Wenn Sie für die realen Kosten aufkommen müssten (Umweltschäden durch Emissionen, Verbrauch von öffentlichem Raum) wäre es für Sie möglicherweise auch finanziell interessant, umzusteigen.

Gute Alternativangebote (wie besserer ÖPNV, sichere Radwege, barrierefreie Fußwege) sind nur durch Reduzierung des Autoverkehrs und Umverteilung der Fläche möglich.

Ich selbst lebe seit 14 Jahren ohne Auto in Frankfurt und es geht!

Petra Luxenburger

ID: 1.958 05.04.2022 19:00

Die Emissionen sind global und dass, was durch E-betriebene Fahrzeuge in der Stadt evtl.eingespart werden kann, wird anderweitig durch die Produktion von Strom ausgewendet.

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Gerhard Wieners

ID: 2.060 20.04.2022 14:30

Richtig, und deshalb ist m.E. die Alternative zum Verbrenner-Auto nicht E-Auto (schon mal gar nicht 2,5-Tonner Hybrid-SUVs, die nur mit Benzin betrieben werden, wie in unserer Nachbarschaft beobachtet), sondern Rad und ÖPNV.

Manfred Fußnecker

ID: 1.951 05.04.2022 10:20

In allen Szenarien ist die Einhaltung der Klimaziele vom konkreten Verhalten der Individuen abhängig. Aber die Chance, dass wir uns in Richtung der Klimaziele bewegen, ist nach diesem Umbau viel höher. Wenn andere Verkehrsträger Vorteile gegenüber dem PKW haben, werden viele Menschen umsteigen.

Anonymisiert

ID: 1.929 02.04.2022 02:18
Chance

Die Vebrennungsmotoren gehören raus aus der Stadt, weg mit der Abwärme und Abgasen der alten stinkenden Motoren.