PLANUNGSTEAM 3

cityförster architecture + urbanism (Hannover) mit Urbane Gestalt (Köln)

Die Grundidee des Planungsteams

Die kommentierte Zwischenpräsentation

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Was sagen Sie zu diesem Konzept? Was gefällt Ihnen hieran? Wo sehen Sie die Stärken? Was wollen Sie dem Planungsteam für die weitere Bearbeitung mitgeben?

 

Kommentare (12)

Moderationsteam polidia

Kommentar der Moderation
ID: 860 05.06.2020 14:19

Kommentar einer Nutzerin:
Positiv:
Kreislauf-Stadt, wenn das konsequent umgesetzt wird Ressourcenschonendes Bauen sehr guter Punkt Bauen an der Landschaft ausrichten Einbezug von Landwirtschaft/lokaler Lebensmittelproduktion

Auch hier wieder - was kann die Planung zur sozialen Gerechtigkeit in der Stadt beitragen?

Robert Dilger

ID: 846 03.06.2020 18:49

Habe mir die sieben Planungsentwürfe angesehen, durchgelesen, die Präsentationen angeguckt und auch die Kommentare gelesen. Diese Kommentare sind alle sehr kundig, klug und gehaltvoll, die betreffenden Personen haben sich viel Mühe gegeben; der kritische Kommentar von Fr. Klemmer zum Planungsvorschlag 2 vom 24.5. 2020 fasst für mich die Situation am besten zusammen.
Zu fragen bleibt, warum noch weitergeplant werden muss, wenn bereits im Dezember 2019 das Regionalparlament „njet“ gesagt haben soll und kein Baurecht für die Fläche bestehe; ... wenn eigentlich offensichtlich ist, dass, egal mit welchen planerischen „Kunstgriffen“ man auch immer operiert, die derzeitige Situation am besten Frankfurt mit Kaltluft etc. versorgt; ... wenn einmal mehr wertvollste 80 Böden, die wir für eine stadtnahe Nahrungsmittelproduktion benötigen, zubetoniert werden; ... wenn außerdem und überhaupt die Frage der A5 und der Stromtrassen völlig außer acht gelassen werden muss, die eigentlich ja nur durch einen Doppelstocktunnel der A5 bzw. durch Verkabelung der Stromtrassen befriedigend, sinnvoll, nachhaltig und menschenwürdig gelöst werden kann; .... wenn .... wenn .... wenn … dann fühlt man beim Lesen und Analysieren dieser Planungen einen grundsätzlichen Ärger hochsteigen. Weil? Weil anscheinend erneut und wider besseres Wissen und Argumente eine Stadtentwicklung mit allen Tricks und Finten vorangetrieben werden soll, die langfristig die Lebensqualität in der Stadt selbst verschlechtern wird.
Daneben gibt es in den einzelnen Plan-Entwürfen immer wieder planersprachliche Entgleisungen, kritisch zu hinterfragende Basic-Konzepte und teils schwer- bis unverständliches sprachliches Geschwurbele.
Grundsätzlich fehlen für mich (mit unterschiedlicher Gradierung) die planerischen Ableitungen zu Nachhaltigkeit, Tragfähigkeit, Resilienz, CO2- und eco-footprint etc., die doch eigentlich das Primat/ Basis / Voraussetzung für alles (Stadt)Planerische darstellen müssten, wenn wir die verschiedenen regionalen, nationalen und internationalen aufeinander bezogenen Agendas (Sustainable Development Goals (SDG) 2030, Klimaziele, Nachhaltigkeitskonzepte etc.) überhaupt ernst nehmen wollen. In dieser Hinsicht sind für mich alle 7 Entwürfe mangelhaft bis ungenügend; jedoch zeigen wenigstens Plan 2, 5 und 7 unterschiedliche positive Ansätze, die man, wenn es rechtlich tragfähige Grundlagen geben sollte, weiterentwickeln könnte.

Katharina Cranz

ID: 840 03.06.2020 15:50

Wie bei allen Teams wird ignoriert, dass
• westlich der A5 gar nicht mehr gebaut werden soll
• die A5 auf 8-10 Spuren erweitert werden soll
Sympathisch zunächst, sorgsame Bestandsaufnahme, Registrierung „Besonderer Orte/Kleinode“ auf dem Plan, es wird über die Bauweise mit nachwachsenden Materialien gesprochen und von CO²-Neutralität. Sympathisch auch, dass tatsächlich Fragen gestellt werden am Ende: Zum Thema Lachgraben kann ich hier beitragen, dass dies kein wirklicher Bach ist/war, sondern ein Graben, der ab und zu Wasser führt – noch seltener als der Steinbach, der aus gutem Grund seinen Namen trägt. Dieser Lachgraben wurde beim Bau der Nordweststadt kanalisiert und verläuft nun in großen Teilen unter dem später angefügten Paul-Kornfeld-Weg. Nur vordergründig „nett“ ist die Frage, wie die Landwirte in diese Umwidmung ihrer Landschaft einbezogen werden könnten. Die Landwirte bekommen hier ihre Lebensgrundlage entzogen, das sollte bitte nicht verniedlicht werden! Sollen die Bauern die Hobbygärtner bei der Anlage ihrer Biokisten beraten?
Je genauer ich lese, verwandelt sich sich meine Sympathie in Ungläubigkeit bis Zorn. So wie der Landwirt, werden die Bewohner der Nordweststadt nicht ernst genommen. In einer Sprache, die die meisten nicht verstehen werden, wird hier nicht mit ihnen, sondern über sie und ihr Lebensumfeld gesprochen. Einige begreifen jedoch schon, was mit „Anreicherung der Bevölkerung“ oder mit „Stärkung der Adressen“ gemeint ist. Es geht hier um nichts anderes als um eine Gentrifizierung dieses Stadtteils, und zwar noch dazu mit absurd inprobaten Mitteln. „Glorietten“ in den Martin-Luther-King Park? Oder auf die Freiflächen zwischen den Wohnhäusern? Hier wird allen Ernstes vorgeschlagen, kleine, an klassizistische Pseudo-Tempelchen angelehnte Verweilorte zu schaffen… Auch wenn diese in einem der Umgebung angepassten Bauhaus-Gewand daher kämen, hätten wir mit ihnen super kleine Umschlag- und Taggingplätze, und keineswegs romantisierende Verweilorte für die angelockten, die Gegend „anreichernden“ Bewohner.
Während „Glorietten“ im besten Fall nur Deko wären, geht es bei den weiteren Vorstellungen an die Substanz. Das Schlagwort ist „Verdichtung“, und es zeugt von großer Unkenntnis der Lebensverhältnisse in diesem Stadtteil. Es ist reine Phantasie, hier einfach irgendwelche „Lücken“ auffüllen zu können. Unter den meisten der Grünflächen befinden sich Tiefgaragen, und auch hinsichtlich der sozialen und ökologischen Funktion dieser Grünflächen ließe sich einiges sagen. Da dies zum Glück nicht zur Debatte steht, gehe ich auf den Aspekt „Nachverdichtung der Nordweststadt“ hier auch nur deshalb ein, weil diese Idee die Grundhaltung des Planungsteams offenbart. Es wird sich über die Interessen der Menschen hinweg gesetzt, zumindest über die der anscheinend als „arm und ungebildet“ empfundenen, die hier im Bestand „angereichert“ werden soll.
Entsprechend respektlos wird das Planungsgebiet auch über den Gerhart-Hauptmann-Ring erschlossen. Spätestens bei der Erwähnung der „Verlängerung der Dillenburger Straße“ zeigt sich, dass sich dieses Team über so ziemlich alles, von Landschaft bis Menschen bis Baugegebenheiten, hinwegsetzt. In dem Detail, dass noch nicht einmal die korrekte Schreibweise des namensgebenden Dichters mit „t“ beachtet wird, zeigt sich diese Respektlosigkeit ebenso wie in dem Hinwegsetzen über die architektonischen Gedanken, die die vorausgegangenen Kollegen in das Thema der „Gartenstadt“ investiert haben. Damit hat sich dieses Team für mich leider disqualifiziert.

Henrik Lohrberg

ID: 817 01.06.2020 13:38

Gut, dass das größere Volumen erst mal im Osten angesetzt wird. Unter dem Gesichtspunkt der Gesamtkosten wird das A5-Areal bestimmt nicht billig.
Areal 2, Steinbach Ost mit teilweise dörflichen Wohnformen. Klingt erst mal gut, aber wie baut man heutzutage ein Dorf? In der Ausführung besteht die Gefahr, dass eine Eigenheimwüste entsteht, da man Neubauten üblicherweise nicht als Fachwerk ausführt. Zudem besteht gerade hier die Gefahr, eine Menge schlechte CO-2-Bilanz zu erzeugen.
Offen bleibt die Frage, wo Autos untergebracht werden. Mit Tiefgaragen werden die Klimaziele über den Lebenszyklus nicht erreicht werden.
Generell:
Für alle Entwürfe würde ich mir am Schluss eine CO2-Bilanz über den gesamten Lebenszyklus wünschen. Diese kann zu diesem Zeitpunkt natürlich nur als Zielvorgabe angesehen werden, da es am Schluss viel auf die Wahl der Baustoffe und technische Umsetzungen ankommt. Aber städtebaulich werden die Rahmenbedingungen gesetzt: Kommt man ohne Unterkellerung aus? Wie kompakt soll gebaut werden – Einfamilien- oder Mehrfamilienhäuser? Gibt es kollektive Energiesysteme? Wie ist die Gebäudeorientierung? Nicht zu vernachlässigen ist sicherlich eine mögliche Umwandung der heutigen agro-industriellen Landschaft in kleinteiligere Landwirtschaft um die A5 herum mit mehrjährigen Nutzpflanzen und viel höherem Potential, Kohlenstoff im Boden und den Pflanzen selbst zu binden. Dazu kommt dann auch noch eine teilweise Renaturierung.
Auch wenn man brav seine lokale Mobilität überdenkt, bleibt der Dämon Autobahn unangetastet, weiterhin angebetet und er wird voller Angst hinter großen Barrieren eingesperrt – gerade wie King Kong. Lieber schnürt man sich Frankfurt die Kehle ab, durch die es Frischluft atmet, als kurz vor dem Frankfurt Kreuz nach Norden bzw. vor dem Bad Homburger Kreuz Richtung Süden je ein Schild mit Tempo 80/60 aufzustellen und auf den aus der Zeit gefallenen Ausbau zu verzichten. Wenn da zukünftig Menschen wohnen, müssen die Autos zurückstehen.
Gut ist aber, dass in einigen Entwürfen ÖPNV über den Auftrag hinausgedacht wurde.
Mittlerweile könnte über unterirdische gasisolierte Leitungen als Alternative zur offenen Hochspannungstrasse nachgedacht werden. Technisch funktionieren die schon bis zu 1.100 kV. Bei den hier vorliegenden Spannungen und bevor es spruchreif ist wird es sie sicherlich auch ohne SF6 und günstiger als heute geben.
Für eine konkrete Vorstellung möchte ich noch anregen, ein paar „use cases“, d.h. Lebenssituationen zu durchdenken: Der Arbeiter im Schichtbetrieb am Terminal 3, der Kassierer, die Oberärztin im Nordwest-Krankenhaus, die Freiberuflerin, der Vertriebsmitarbeiter, der vor allem im Home-Office arbeitet, mit und ohne Kinder etc. Wo in den Quartieren werden sie wohnen, wie kommen sie zur Arbeit, zur Schule, wo bekommen sie ihr Essen her?

Thomas Schmeiduch

ID: 809 31.05.2020 17:47

Ein Punkt fehlt aber bei allen Planungen: Stichwort "Kommunikation"! Lassen sich an den Standorten problemlos Sendemasten hinstellen? Wurde mit eingeplant, dass jeder Haushalt eine Glasfaseranbindung erhalten soll, sodass diese Trassen mit in der Planung sind? Am Ende stellt sich heraus, dass die Häuser gebaut worden sind, aber die Telekom o.ä. verweigert den Ausbau, weil etwas nicht geplant war. Das ist Voraussetzung für die angehende Digitalisierung und zukünftige Ökonomie des Standortes!

Jetzt nehme ich mal an, dass viele Haushalte durchschnittlich zwei Autos besitzen. Gibt es Parkhäuser/Tiefgaragen, wo man diese abstellen kann? Natürlich reden alle davon, auf Fahrrad & co. umzusteigen, aber was passiert, wenn Bürger keinen Parkplatz finden? Sie stellen ihr Fahrzeug regelwidrig irgendwo ab und blockieren sogar Fahrradwege o.ä.

Von der Beachtung der Frischluftschneise habe ich in dieser Präsentation nichts gesehen.

Ansonsten inkludiere ich die Aussagen der Vorredner bzgl. ÖPNV/Mobilität.

Erik Rohnfeld

ID: 803 30.05.2020 16:43

Sehr abstrakter wenig aussagekräftiger Vorschlag, was in Anbetracht der teils unterirdisch schlechten Städtebauideen die die Konkurrenz mitunter eingebracht hat, aber möglicherweise auch besser so ist. Die Baufläche sollte aber deutlich größer sein, vor allem auch westlich der A5. Landschaftsplanung ist bei anderen Entwürfen auch deutlich besser. Negativ auch die offensichtlich überhaupt nicht berücksichtigte ÖPNV-Anbindung der Quartiere. Die U7 gehört nach Steinbach (mit P+R-Parkhaus Taunusblick) verlängert!
Positiv aber ist, dass auch die furchtbare Nordweststadt angefasst werden soll. Statt einfach nur Nachverdichtung sollte man dort aber auch nicht vor Abriss der schlimmsten Bausünden zurückschrecken, um überhaupt erst die Möglichkeit zu erhalten halbwegs urbane Stadträume zu schaffen.

Hans-Juergen Sasse

ID: 798 28.05.2020 17:08

Im Gegensatz zum zweiten Vorschlag dürfze die Verteilung der Quartiere mit einem Schwerpunkt auf den Osten konsensfähiger zu sein. Die Vorstellung sind hinsichtlich der einzelnen Quartiere schon sehr konkret. Die Erschließung mit dem öffentlichen Personenverkehr bleibt aber unklar bzw. ist nicht ausreichend

Grundsätzliche Anmerkungen:
Als Mitglied im Ortsbeirat 7 - zu dem auch Praunheim gehört - bin ich kein glühender Verfechter dieser Stadterweiterung, da liebgewonnene Freiflächen bebaut werden. Der eklatente Mangel an bezahlbarem Wohnraum in der Stadt macht neben der Innenentwicklung (Nachverdichtung, Bebauung von Brachflächen) aber auch eine großflächige Außenentwicklung nötig. Leider sind in der Vergangenheit gerade die Umlandkommunen ihren Zukunftsaufgaben nicht gerecht geworden und haben zuwenig Baugebiete auf ihrem Gemeindegebiet ausgewiesen oder diese nur mit fächenraubenden Einfamilienhäusern bebaut. es ist bedauerlich, dass sich nun gerade solche Kommunen dagegen ausprechen, dass nun Frankfurt die Verantwortung für eine angemessene Wohnraumversorgung übernimmt.

Wolf-Rüdiger Hansen

ID: 768 24.05.2020 14:34

Allgemeines: Für die Fläche besteht kein Baurecht, siehe Regionaler Flächennutzungsplan (RegFNP) und Sitzung des Regionalparlaments vom 13. Dezember 2019. Jede Bebauung der Flur bedeutete eine Versiegelung mit diesen Konsequenzen: weniger Versickerung ins Grundwasser; Gefährdung des Wasserwerkes Praunheim 2 (fördert 5 % des Frankfurter Trinkwassers); mehr Kapazitäten für Starkregenabflüsse notwendig; keine Kaltluftentstehung mehr (ein gravierender Nachteil für die Bürger der umgebenden Viertel); weitere ca. 5 % Mehrbedarf an Trinkwasser für 30.000 bis über 40.000 Neubürger: Soll das aus dem in heißen Sommern bereits an erheblicher Trockenheit leidenden Vogelsberg kommen?

Spezielles:
1. Umfang: 4 Quartiere, davon nur eins westlich der A5, klare Korridore an der A5 und zu den vorhandenen Stadtteilen.
2. Positiv: 4 Fragen werden gestellt: Abstand zur Höchstspannungsleitung – Führung der bahnparallelen Straße – Offenlegung des Lachgrabens – Transformation der landwirtschaftlichen Flächen.
3. Planzahl ca. 29.300 Einwohner bei von 6 auf 4 Quartiere reduzierter Baufläche, also eine wesentlich höhere Einwohnerdichte. Was nehmen die Architekten sich da heraus?
4. „Nordweststadt verdichten.“: Davon war bisher nie die Rede. Der Grund dieses Ansinnens ist nicht erkennbar und die Bürger hier im Nordwesten würden dagegen Sturm laufen. Es war immer klar, dass der neue Stadtteil eigenständig ist.
5. 200 m Abstand von der Mitte der A5: Auf welcher Rechtsgrundlage wurde dieser Abstand gewählt? Der Landesentwicklungsplan schreibt 400 m beidseitig der Höchstspannungsleitung vor, die ca. 50 Meter östlich der A5 verläuft.
6. Bezeichnung des westl. Quartiers mit Steinbach Ost: Das wird den vorhandenen Ärger der Nachbarkommune signifikant steigern. Diese und die anderen westlichen Umlandkommunen wollen die Bebauung westlich der A5 ganz verhindern, weil sie einen „Siedlungsbrei fürchten.

Philipp Sturm

ID: 761 23.05.2020 14:02

Gute Verteilung der Wohnmassen westlich und östlich der A5. Im Westen ein dichter, kompakter Stadteil Steinbach Ost, der nicht an den Rändern ausfranst. Umgebende Kulturlandschaft bleibt erhalten.
Landschaftsplanung sollte insgesamt noch attraktiver weiterentwickelt werden.
ÖPNV-Struktur ist zum großen Teil noch unklar.

Martina Schäfer

ID: 744 14.05.2020 15:41

Bisher die beste und sinnvollste Präsentation. Es wurde an alles gedacht - prima!