PLANUNGSTEAM 6

superwien urbanism ZT OG (Wien) mit Siri Frech – Raum + Strategie (Berlin), DnD Landschaftsplanung ZT KG (Wien)

Die Grundidee des Planungsteams

Die kommentierte Zwischenpräsentation

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Was sagen Sie zu diesem Konzept? Was gefällt Ihnen hieran? Wo sehen Sie die Stärken? Was wollen Sie dem Planungsteam für die weitere Bearbeitung mitgeben?

 

Kommentare (11)

Katharina Cranz

ID: 855 04.06.2020 00:16

superwien urbanism ZT OG (Wien) mit Siri Frech – Raum + Strategie (Berlin), DnD Landschaftsplanung ZT KG (Wien)
Wie bei allen Teams wird ignoriert, dass
• westlich der A5 gar nicht mehr gebaut werden soll
• die A5 auf 8-10 Spuren erweitert werden soll
Hilfe, ich musste mich zwingen, die grässliche Geräuschkulisse zu ertragen und das Konzept zu Ende anzusehen. Inhaltlich beginnt es wie bei Team 5 auch mit einer Abwertung des Gebiets: „Mal ehrlich – wer möcht HIER leben!?“ Es mag dieses Team überraschen, dass HIER sehr viele Menschen sehr gerne leben. Und dass diese Menschen tatsächlich bereits entdeckt haben, dass man von Frankfurt in den Taunus wandern kann, denn da gibt es bereits sehr schöne offizielle und auch eigene Wege hin. Das muss Supergreen uns nicht enthüllen.
Trotz Supergreens superbrutaler Geräuschuntermalung und superunsensibler nicht auf die Topographie bezogener Bebauung, gab es den Moment, in dem ich kichern musste. Nach „Rurban“ und ähnlichen Wortschöpfungen kam ich zum „Agropark an der Autobahn, für die Prozesslandschaft“. Sorry, wer sich ein kleines bisschen mit unserer Gegend vertraut gemacht hat, weiß, dass wir zwar nicht „Kiez“ als Begriff verwenden (eher „Hood“ oder „Verdel“), dass wir aber etwas mit dem Wort „Agro“ verbinden und auch mit „Prozessen“ die auf „Aggro“ folgen...
Ich weiß, ich bin nicht sehr sachlich hier, aber die Präsentation hat mich sowohl von Form als auch vom Inhalt her in eine unsachliche Stimmung versetzt.

timo dorlamm

ID: 825 02.06.2020 07:52

Ein Großstadt-Park nahe der Autobahn wird ein schönes Biotop für Dealer, Sextäter und Straßenräuber. Wetten werden angenommen.

Spontan fällt mir dazu auch Susanna Feldmann ein.
Vor allem als Frau würde ich da nicht allzu entspannt lustwandeln. Ein Sicherheitskonzept gibt es sicher nicht. Allerdings wäre das ohnehin illusionär, – seit ca. 10 Jahren hat sich Deutschland grundsätzlich geändert, und das wird sich noch verschärfen. Aber rotgrüne Super-Planer blenden so etwas komplett aus.

Henrik Lohrberg

ID: 820 01.06.2020 13:40

Zu vage, um mit Kritik anzusetzen.
Generell:
Für alle Entwürfe würde ich mir am Schluss eine CO2-Bilanz über den gesamten Lebenszyklus wünschen. Diese kann zu diesem Zeitpunkt natürlich nur als Zielvorgabe angesehen werden, da es am Schluss viel auf die Wahl der Baustoffe und technische Umsetzungen ankommt. Aber städtebaulich werden die Rahmenbedingungen gesetzt: Kommt man ohne Unterkellerung aus? Wie kompakt soll gebaut werden – Einfamilien- oder Mehrfamilienhäuser? Gibt es kollektive Energiesysteme? Wie ist die Gebäudeorientierung? Nicht zu vernachlässigen ist sicherlich eine mögliche Umwandung der heutigen agro-industriellen Landschaft in kleinteiligere Landwirtschaft um die A5 herum mit mehrjährigen Nutzpflanzen und viel höherem Potential, Kohlenstoff im Boden und den Pflanzen selbst zu binden. Dazu kommt dann auch noch eine teilweise Renaturierung.
Auch wenn man brav seine lokale Mobilität überdenkt, bleibt der Dämon Autobahn unangetastet, weiterhin angebetet und er wird voller Angst hinter großen Barrieren eingesperrt – gerade wie King Kong. Lieber schnürt man sich Frankfurt die Kehle ab, durch die es Frischluft atmet, als kurz vor dem Frankfurt Kreuz nach Norden bzw. vor dem Bad Homburger Kreuz Richtung Süden je ein Schild mit Tempo 80/60 aufzustellen und auf den aus der Zeit gefallenen Ausbau zu verzichten. Wenn da zukünftig Menschen wohnen, müssen die Autos zurückstehen.
Gut ist aber, dass in einigen Entwürfen ÖPNV über den Auftrag hinausgedacht wurde.
Mittlerweile könnte über unterirdische gasisolierte Leitungen als Alternative zur offenen Hochspannungstrasse nachgedacht werden. Technisch funktionieren die schon bis zu 1.100 kV. Bei den hier vorliegenden Spannungen und bevor es spruchreif ist wird es sie sicherlich auch ohne SF6 und günstiger als heute geben.
Für eine konkrete Vorstellung möchte ich noch anregen, ein paar „use cases“, d.h. Lebenssituationen zu durchdenken: Der Arbeiter im Schichtbetrieb am Terminal 3, der Kassierer, die Oberärztin im Nordwest-Krankenhaus, die Freiberuflerin, der Vertriebsmitarbeiter, der vor allem im Home-Office arbeitet, mit und ohne Kinder etc. Wo in den Quartieren werden sie wohnen, wie kommen sie zur Arbeit, zur Schule, wo bekommen sie ihr Essen her?

Thomas Schmeiduch

ID: 813 31.05.2020 18:01

Eine weitere kritische Infrastruktur ist die Kommunikation! Wird diese Infrastruktur auch berücksichtigt? Lassen sich an den Standorten problemlos Sendemasten hinstellen? Wurde mit eingeplant, dass jeder Haushalt eine Glasfaseranbindung erhalten soll, sodass diese Trassen mit in der Planung sind? Am Ende stellt sich heraus, dass die Häuser gebaut worden sind, aber die Telekom o.ä. verweigert den Ausbau, weil etwas nicht geplant war. Das ist Voraussetzung für die angehende Digitalisierung und zukünftige Ökonomie!

Erik Rohnfeld

ID: 805 30.05.2020 16:56

Neben Entwurf 1 mit Abstand der schlechteste Vorschlag! Wie man wirklich alle Fehler des doch regelmäßig nur Grauen hervorbringenden Nachkriegsstädtebaus in nur einem Entwurf bündeln kann, ist hier eindrucksvoll zu sehen. Die U7 unter enormen Umwegen nach Steinbach zu führen, und dabei noch nichtmal die T+R Taunusblick die sich hervorragend für P+R eignet anzubinden, ist dann noch nichtmal der schlimmste Fehler.
Es gibt hier einfach gar nichts positives. Freiraumplanung ideenlos, Städtebau das absolute Gegenteil jeglicher Urbanität. Wirklich alles was man bei Stadtplanung falsch machen kann, ist hier falsch gemacht worden. Entsprechend sieht der Bebauungsvorschlag auch aus wie das furchtbare Büroghetto Eschborn-Süd. Oder haben die Verfasser hier nur vorgehabt, die Bausünden des Campus Bockenheim zu vervielfältigen?

Hans-Juergen Sasse

ID: 799 28.05.2020 17:16

Die Idee der autofreien (autoarmen ?) Quartieren wird offensiv propagiert, ohne das die dafür nötigen Voraussetzungen in der erwünschen Tiefe dargestellt werden. Auf den ersten Blick erscheinen die "Kooperativen Stadtdörfer" im westlichen Bereich utopisch. Aber die Idee hat Charme. Wenn dieser westliche Teil nicht realisiert werden kann, entsteht im Osten aber eigentlich zu wenig Wohnraum. Durch die Verteilungen der Quartiere /Baumasse bleibt viel Freifläche erhalten.

Grundsätzliche Anmerkungen:
Als Mitglied im Ortsbeirat 7 - zu dem auch Praunheim gehört - bin ich kein glühender Verfechter dieser Stadterweiterung, da liebgewonnene Freiflächen bebaut werden. Der eklatente Mangel an bezahlbarem Wohnraum in der Stadt macht neben der Innenentwicklung (Nachverdichtung, Bebauung von Brachflächen) aber auch eine großflächige Außenentwicklung nötig. Leider sind in der Vergangenheit gerade die Umlandkommunen ihren Zukunftsaufgaben nicht gerecht geworden und haben zuwenig Baugebiete auf ihrem Gemeindegebiet ausgewiesen oder diese nur mit fächenraubenden Einfamilienhäusern bebaut. es ist bedauerlich, dass sich nun gerade solche Kommunen dagegen ausprechen, dass nun Frankfurt die Verantwortung für eine angemessene Wohnraumversorgung übernimmt.

Wolf-Rüdiger Hansen

ID: 771 24.05.2020 15:16

Allgemeines:
Für die Fläche besteht kein Baurecht, siehe Regionaler Flächennutzungsplan (RegFNP) und Sitzung des Regionalparlaments vom 13. Dezember 2019. Jede Bebauung der Flur bedeutete eine Versiegelung mit diesen Konsequenzen: weniger Versickerung ins Grundwasser; Gefährdung des Wasserwerkes Praunheim 2 (fördert 5 % des Frankfurter Trinkwassers); mehr Kapazitäten für Starkregenabflüsse notwendig; keine Kaltluftentstehung mehr (ein gravierender Nachteil für die Bürger der umgebenden Viertel); weitere ca. 5 % Mehrbedarf an Trinkwasser für 30.000 bis über 40.000 Neubürger: Soll das aus dem in heißen Sommern bereits an erheblicher Trockenheit leidenden Vogelsberg kommen?

Spezielles:
1. Umfang: Alle 6 Quartiere, sehr dicht beplant
2. Hauptfolie mit Details überladen. Nicht verständlich.
3. Euphemismen und Fremdwörter: surrende Hochspannungsleitungen, Aktivpark, Agropark, Boulevard-Charakter, Grünbrücke, rurbanes Leben/Quartier, Upcycling Labs, Co-work Productions, Industrie 4.0.
4. „Klimaschutz“: Dieser Begriff wird nur in Bezug auf die neue Bebauung verwendet. Dass die Bebauung das bisher existierende Mikroklima zerstören würde, wird nicht erwähnt.
5. Zielgröße 36.000 Einwohner. Diese Zahl verängstigt. Der Plan des Stadtplanungsamtes nennt hier 30.000 Einwohner.
6. Östliches Quartier als Erweiterung der NW-Stadt. Das erschreckt, denn es war immer die Rede davon, dass der neue Stadtteil von der NW-Stadt unabhängig sein soll.

Philipp Sturm

ID: 764 23.05.2020 14:31

Vollkommen illusorische Verteilung der Wohnmassen westlich und östlich der A5! „Kooperative Stadtdörfer“ für 20.000 Einwohner westlich der Autobahn sind unmöglich durchsetzbar in der Region.

Matthias Herkommer

ID: 738 13.05.2020 19:58

Hervorragendes Konzept!
Es überwindet die derzeitige Barriere der A5, verbessert den öffentlichen Nahverkehr durch eine Verbindung der U7, S5 und Regionaltangente zum Flughafen. Darüber hinaus kreiert es neue Infrastruktur (Geschäfte, Gastronomie, Grünanlagen, etc.) die nicht nur die neuen Anwohner sondern auch die bestehenden Bürger von Steinbach und dem Südosten Oberursels nutzen können. Der neue Stadtteil erfüllt dadurch auch seine integrative Funktion zwischen der Kernstadt Frankfurt und seinen Vorstädten des Ballungsraums. Eine nachhaltige und zwingend notwendige Entwicklung, um auch die soziale Komponente von höherem Angebot am Wohnungsmarkt zu berücksichtigen.

Konrad Mohrmann

ID: 736 13.05.2020 16:18

SuperGreeen, das soll wohl ein Witz sein. So eine Verarschung und Mißachtung aller vorliegender Beschlüsse läßt auf ein mangeldes Demokratieverständnis schließen. Völlig undiskutabel, reiner Architektenwahn!