PLANUNGSTEAM 7

to be STADT (Frankfurt) mit Ramboll Studio Dreiseitl (Überlingen), komobile (Wien)

Die Grundidee des Planungsteams

Die kommentierte Zwischenpräsentation

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Planungsteam7_Lageplan.pdf

Planungsteam7_Präsentation.pdf

 

Was sagen Sie zu diesem Konzept? Was gefällt Ihnen hieran? Wo sehen Sie die Stärken? Was wollen Sie dem Planungsteam für die weitere Bearbeitung mitgeben?

 

Kommentare (12)

Harald Schlemmer

ID: 839 03.06.2020 15:09

Mehr Spielplätze unter diversen Mottos <Dinosaurier> <Antike> <Spingen und Bewegen>.
Unterirdische Müll Plätze pro Straßenzug mit drei-Woechentlicher Entleerung. Radwege und Solar Verkehrszeichen. Zentraler Marktplatz für lokalen Wochenmarkt. Flex-Straßen, die ab 22:00 mit Hub- Senk Pfaehlen Straßen Verkehrsberuhigen. Ein paar Ideen halt...

Georg Bolz

ID: 829 02.06.2020 20:52

Ich finde die Konzeption des PT 7 recht überzeugend - schon ziemlich nahe an dem, was ich mir persönlich vorstellen würde ... :-)
Aber eine generelle Frage:
Worin besteht denn nun die Bürgerbeteiligung? Darin, dass man hier Kommentare abgeben kann? Oder habe ich etwas übersehen?
(Natürlich ist das ganze ein umfangreicherer Prozess mit diversen Veranstaltungen - ich frage hier nur nach den Möglichkeiten zur versprochenen Online-Beteiligung an dieser Stelle.)

Tanja Clauß

ID: 823 01.06.2020 14:18

Solide und gut durchdacht. Örtliche Nähe von Beteiligten "zahlt" sich offenbar aus.

Großes Lob für das gute Aufpassen im Mobilitätsworkshop im Februar. Die formulierten Wünsche wurden aus meiner Sicht umfänglich aufgenommen. Einbindung der RTW in die bestehenden Stadtteile, die wiederum voll geschont werden, wenn es darum geht den weiteren MIV aus den neuen Stadtteilen abzuleiten (also auch nicht auf den Praunheimer Weg - was gar nicht geht!). U6 wird auch schon mit einer Verlängerung in das Konzept miteinbezogen.

Einzig das schon kritisierte starke Heranrücken an die Orte im Westen ist wahrscheinlich mindestens zur Zeit nicht in Gänze zur realisieren, aber es sollte ja auch perspektivisch geplant werden. Ich finde es in Richtung Frankfurt auch schöner, die Wasserlandschaft könnte gerne mehr nach Frankfurt rücken!

Der Umgang mit dem Wasser, der Landschaft und auch der Autobahn sowie der Stromtrassen zeigt schon mal einen guten Weg auf. Wenngleich ich die Autobahn sehr gerne komplett unter der Erde - egal ob oben oder unten - verschwinden lassen würde. Die Autobahnen stellen für Frankfurt eine enorme Belastung dar.

Insgesamt glaube ich, dass das Gebiet durch diese Planung nur gewinnen kann.

Henrik Lohrberg

ID: 821 01.06.2020 13:41

Aufwertung der Landschaft durch diversifiziertere Landwirtschaft. Das sollte gut fürs Klima sein. Keine Parkplätze im öffentlichen Raum, sondern in Quartiersgaragen. Das ist gut, existiert in mehreren anderen Entwürfen auch. Interessant wäre, wie dominant die werden.
Generell:
Für alle Entwürfe würde ich mir am Schluss eine CO2-Bilanz über den gesamten Lebenszyklus wünschen. Diese kann zu diesem Zeitpunkt natürlich nur als Zielvorgabe angesehen werden, da es am Schluss viel auf die Wahl der Baustoffe und technische Umsetzungen ankommt. Aber städtebaulich werden die Rahmenbedingungen gesetzt: Kommt man ohne Unterkellerung aus? Wie kompakt soll gebaut werden – Einfamilien- oder Mehrfamilienhäuser? Gibt es kollektive Energiesysteme? Wie ist die Gebäudeorientierung? Nicht zu vernachlässigen ist sicherlich eine mögliche Umwandung der heutigen agro-industriellen Landschaft in kleinteiligere Landwirtschaft um die A5 herum mit mehrjährigen Nutzpflanzen und viel höherem Potential, Kohlenstoff im Boden und den Pflanzen selbst zu binden. Dazu kommt dann auch noch eine teilweise Renaturierung.
Auch wenn man brav seine lokale Mobilität überdenkt, bleibt der Dämon Autobahn unangetastet, weiterhin angebetet und er wird voller Angst hinter großen Barrieren eingesperrt – gerade wie King Kong. Lieber schnürt man sich Frankfurt die Kehle ab, durch die es Frischluft atmet, als kurz vor dem Frankfurt Kreuz nach Norden bzw. vor dem Bad Homburger Kreuz Richtung Süden je ein Schild mit Tempo 80/60 aufzustellen und auf den aus der Zeit gefallenen Ausbau zu verzichten. Wenn da zukünftig Menschen wohnen, müssen die Autos zurückstehen.
Gut ist aber, dass in einigen Entwürfen ÖPNV über den Auftrag hinausgedacht wurde.
Mittlerweile könnte über unterirdische gasisolierte Leitungen als Alternative zur offenen Hochspannungstrasse nachgedacht werden. Technisch funktionieren die schon bis zu 1.100 kV. Bei den hier vorliegenden Spannungen und bevor es spruchreif ist wird es sie sicherlich auch ohne SF6 und günstiger als heute geben.
Für eine konkrete Vorstellung möchte ich noch anregen, ein paar „use cases“, d.h. Lebenssituationen zu durchdenken: Der Arbeiter im Schichtbetrieb am Terminal 3, der Kassierer, die Oberärztin im Nordwest-Krankenhaus, die Freiberuflerin, der Vertriebsmitarbeiter, der vor allem im Home-Office arbeitet, mit und ohne Kinder etc. Wo in den Quartieren werden sie wohnen, wie kommen sie zur Arbeit, zur Schule, wo bekommen sie ihr Essen her?

Thomas Schmeiduch

ID: 814 31.05.2020 18:02

Eine weitere kritische Infrastruktur ist die Kommunikation! Wird diese Infrastruktur auch berücksichtigt? Lassen sich an den Standorten problemlos Sendemasten hinstellen? Wurde mit eingeplant, dass jeder Haushalt eine Glasfaseranbindung erhalten soll, sodass diese Trassen mit in der Planung sind? Am Ende stellt sich heraus, dass die Häuser gebaut worden sind, aber die Telekom o.ä. verweigert den Ausbau, weil etwas nicht geplant war. Das ist Voraussetzung für die angehende Digitalisierung und zukünftige Ökonomie!

Erik Rohnfeld

ID: 806 30.05.2020 17:09

Anordnung und Ausdehnung der sechs Baugebiete ist möglicherweise ok, man baut mir aber zu sehr Distanz zu Steinbach auf.
Mit den U-Bahnen hat man sich Mühe gegeben, es muss allerdings bezweifelt werden, dass in dieser lahmarschigen Stadt so schnell derart viele Neubaustrecken für gleich 3 Linien errichtet werden können. Zudem fehlt auch hier die Anbindung der T+R Taunusblick (P+R-Parkhaus gehört dort hin).

Da der Vorschlag dahingehend schon recht detailliert ist: die sehr technokratische Straßenführung durch die Quartiere wird so keine angenehmen Stadträume entstehen lassen können. Alles sehr funktionalistisch und riecht nach Schlafstadt. Wenn man schon konkrete städtebauliche Themen mit einbringt, dann fehlen hier Plätze und überhaupt wohlgestaltete urbane Stadträume. "Quartierszentrum" (wo man eigentlich zumindest einen Hauch von Urbanität erwarten sollte) in peripherer Lage oder mitten in den Grünanlagen, ist doch ein Widerspruch in sich.

Generell erkennt man besonders auch bei diesem Vorschlag, dass diese unsägliche Auftrennung der Planung in mehrere separate Phasen völlig untauglich ist. Die wirkliche Ausdehnung (und dabei auch der Übergang der Stadt in die Landschaft was direkt auch die Landschaftsplanung selbst beeinflusst) der Baugebiete muss im Rahmen der Stadtplanung final festgelegt werden, die dann natürlich auch schon die konkreten Straßenverläufe, Parks und Plätze, Parzellierungen, Baudichten, Fluchtlinien, und Anforderungen an die Architektur (bitte nicht schon wieder Flachdachwüsten, wir brauchen richtige Dächer!) definiert. Gerade stadtplanerisch hat sich aber sowieso keines der Büros mit Ruhm bekleckert. Allesamt sind offensichtlich immer noch zu sehr gefangen in den Irrungen der pseudomodernen Städtebauideen die nach dem ersten Weltkrieg aufkamen, und die für das fast immer grausige Erscheinungsbild fast aller Nachkriegsbaugebiete verantwortlich sind. Und das obwohl es doch unzählige Beispiele (vor allem die Gründerzeitviertel) gibt, wie man sowas richtig macht!

Hans-Juergen Sasse

ID: 800 28.05.2020 17:22

Ingesamt ein durchdachter Vorschlag, der weiterverfolgt werden sollte. Die Erschließung mit dem öffentlichen Personenverkehr wäre bei Realisierung der Ideen ziemlich optimal. Ich fürchte, dass die hohe Konzentration von Wohnflächen im westlichen Bereich auch auf lange Sicht kaum durchsetzbar sein werden.

Grundsätzliche Anmerkungen:
Als Mitglied im Ortsbeirat 7 - zu dem auch Praunheim gehört - bin ich kein glühender Verfechter dieser Stadterweiterung, da liebgewonnene Freiflächen bebaut werden. Der eklatente Mangel an bezahlbarem Wohnraum in der Stadt macht neben der Innenentwicklung (Nachverdichtung, Bebauung von Brachflächen) aber auch eine großflächige Außenentwicklung nötig. Leider sind in der Vergangenheit gerade die Umlandkommunen ihren Zukunftsaufgaben nicht gerecht geworden und haben zuwenig Baugebiete auf ihrem Gemeindegebiet ausgewiesen oder diese nur mit fächenraubenden Einfamilienhäusern bebaut. es ist bedauerlich, dass sich nun gerade solche Kommunen dagegen ausprechen, dass nun Frankfurt die Verantwortung für eine angemessene Wohnraumversorgung übernimmt.

Michael Hellmich

ID: 775 25.05.2020 23:20

Allgemeines: Meine Hochachtung vor all denen, die sich nach diesen Präsentationen ein genaues Bild machen können. Für mich als Fachfremden, dafür aber immerhin Digitalisierungsprofi, hätte mir sehr viel mehr Animationen erhofft, damit man eine genaue Vorstellung entwickeln kann. Das hatte ich beim schnellen durchklicken (aber auch nur am Anfang) bei den Österreichern gesehen. Den Trick, möglichst viele Bilder von Bäumen und Wasser einzubauen, empfinde ich als Versuch fehlende Orginalität zu überbrücken. Meine "Analysten "kämen damit bei mir nicht durch. Aber wie gesagt - ich bin Laie und auf mich wirkt alle Präsentationen austauschbar langweilig. Als geborener Frankfurter hardere ich in den letzten zunehmends mit der hiesigen Architektur (West- und Osthafen, Europaviertel) überall der gleich kram. Schöner fände ich - wenn man unterschiedliche Baustile hochzieht - hat man schon vor 300 Jahren gemacht (Potsdam, Hollandviertel). Warum sowas nicht auch hier ... oder sowas: https://www.detail.de/artikel/urbane-oase-mitten-in-duesseldorf-zoo-34885/

Ich glaube, ich muss hier weg - gibt ja Profis, die fanden auch die Nordweststadt mal ganz toll.

Noch eines: ja irgendjemand alle Szenarien von Anfang bis Ende durchgesehen? Dann hätte ich eine Frage: welches hat die besten Konzept für Kinder UND weil die auch mal groß werden, auch für Jugendliche? ... das würde ich mir dann noch mal anschauen wollen.

Wolf-Rüdiger Hansen

ID: 772 24.05.2020 15:20

Allgemeines:
Für die Fläche besteht kein Baurecht, siehe Regionaler Flächennutzungsplan (RegFNP) und Sitzung des Regionalparlaments vom 13. Dezember 2019. Jede Bebauung der Flur bedeutete eine Versiegelung mit diesen Konsequenzen: weniger Versickerung ins Grundwasser; Gefährdung des Wasserwerkes Praunheim 2 (fördert 5 % des Frankfurter Trinkwassers); mehr Kapazitäten für Starkregenabflüsse notwendig; keine Kaltluftentstehung mehr (ein gravierender Nachteil für die Bürger der umgebenden Viertel); weitere ca. 5 % Mehrbedarf an Trinkwasser für 30.000 bis über 40.000 Neubürger: Soll das aus dem in heißen Sommern bereits an erheblicher Trockenheit leidenden Vogelsberg kommen?

Spezielles:
1. Umfang: Alle 6 Quartiere. Flächen identisch mit der Karte des Stadtplanungsamtes. Hohe Besiedlungsdichte. Im Internet fehlt die textliche Beschreibung.
2. „Dichte Bauweise wie in den Gründerzeitvierteln (z. B. das Frankfurter Nordend)“, um urbane Quartiere für 17.000 Wohnungen zu schaffen, also für ca. 42.000 Einwohner. Wieso diese Steigerung um mehr als 30 Prozent gegenüber den vom Stadtplanungsamt avisierten 30.000 Einwohnern? Das sind Ausmaße einer neuen Trabantenstadt - für die heutigen Anwohner erschreckend.
3. „Es entstehe eine Landschaftsbrücke zwischen Niddatal und Taunus“: Ein Zynismus, denn der Bau des neuen Viertels stellte zunächst eine brutale Abschottung der Stadt und der westlichen Vororte gegen den Taunus dar. Diese Landschaftsbrücke wäre nur ein schmaler Grünstreifen, der sich durch die Bebauung schlängeln würde und auf dem auch noch die U-Bahn fahren würde.
4. Von einer „Schwammstadt“ ist die Rede, aus der Wasser in die umgebende Landschaft tropfe. Was soll man sich darunter vorstellen? Die Erde liegt doch nach der Bebauung unter der Versiegelung und bleibt trocken.
5. Die 380 KV-Leitung, die heute östliche der A5 verläuft, solle nach Westen verlegt werden? Wie unrealistisch ist das denn? Ungefähr so wie der einstige und schnell wieder in der Versenkung verschwundene Vorschlag des Stadtplanungsamtes, die A5 nach Westen zu verlegen? Sollen mit dieser Verlegung dann die Menschen in den Westquartieren stärker elektromagnetisch bestrahlt werden als die im Osten. Hier hülfe doch nur der im Landesentwicklungsplan vorgeschrieben Korridor von beidseitig 400 Metern.
6. „Die Landschaft reinige das Wasser, z. B. von den Verkehrsflächen.“ Was heißt das? Ist es nicht so, dass das Wasser von Straße und Schiene insbesondere im Bereich des Wasserschutzgebietes über Betonrinnen oder Rohre aus dem WSG abgeleitet werden muss?
7. Bebauung nördlich der Heerstraße und westlich der Ludwig-Landmann-Straße geplant. Dort liegt das Wasserwerk Praunheim 2 mit seinen Pumpen und das Umspannwerk, an dem die 380-KV-Leitung endet. Wie kann man da bauen?
8. Die U4 bis nach Steinbach verlängern: Vom Nordwestzentrum an der Europaschule vorbei und durch die neuen Quartiere. Dazu müsste aber erstmal die Lücke der U4 am Grüneburgpark geschlossen werden.
9. Zwei neue Schienenwege von den neuen Quartieren nach Osten zum NW-Zentrum (U4 an der Europaschule vorbei, RTW über Bernadotte-Str.) Kann das sinnvoll sein?

Philipp Sturm

ID: 765 23.05.2020 14:40

Unwucht in der Verteilung der Wohnmassen westlich und östlich der A5. In meinen Augen ist der Westen zu stark bebaut und macht es den Taunusgemeinden nicht leichter, den Plänen zuzustimmen.
Sehr gutes ÖPNV-Konzept! U4, U7 und RTW klingt wunderbar, und ist hoffentlich nicht zu teuer.
Attraktive Landschaftsplanung, eventuell könnten Seen größer gedacht werden?