PLANUNGSTEAM 3

cityförster architecture + urbanism (Hannover) mit Urbane Gestalt (Köln)

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Die kompletten Planungsunterlagen des Teams: 

Studien zu Stadt und Landschaft

Erläuterungsbericht

Was sagen Sie zu diesem Entwurf? Was gefällt Ihnen hieran? Wo sehen Sie die Stärken? Was fehlt Ihnen an diesem Ergebnis?

Das Konzept Quartiere im Kreislauf. Zwischen Taunus und Frankfurt bietet eine Zukunft an, in der städtisches Wachstum mit der Etablierung von Kreisläufen verbunden wird. Grundgedanken sind: Ein fairer und nachhaltiger Umgang mit Boden, Wasser, Energie und Material erfordert ein neues Bauen. Die Mobilität der Zukunft wird sich um gemeinsam genutzte Fahrzeuge drehen. Die Quartiere vernetzen Landschaft und Stadt, fördern Gemeinschaft, Austausch, Naturerleben, lokale Nahrungsmittel und die Möglichkeit für Viele selbst etwas zu tun im Grünen. Im Osten wird die Stadt weitergebaut, Wohnraum, Schulen, Kindergärten und Arbeitsplätze geschaffen; im Westen bleibt die landschaftliche Weite und der Bezug zum Taunus erhalten.

Die Quartiere im Kreislauf werden mit mehrgeschossigen Gebäuden errichtet, die vielfältige Wohnformen bieten. Dafür gibt es keine Einfamilienhäuser, die viele Neubaugebiete am Stadtrand prägen. Dadurch kann viel Landschaft erhalten werden und innerhalb der Quartiere sind die Gärten gemeinschaftliche Räume, Höfe und Plätze. Die Straßen sind für Fußgänger und Radfahrer gemacht, Autos bewegen sich langsam durch die Quartiere und Teilbereiche sind autofrei. Gebaut wird von Baugemeinschaften, von Genossenschaften, einer Vielfalt von Menschen. Das Wohnen und das Arbeiten sind räumlich nah, viele Menschen arbeiten im Erdgeschoss ihres Wohnhauses, dadurch ist das Quartier tagsüber belebt. Bürogebäude und Werkhöfe liegen am Rand der Quartiere, ganz in der Nähe.

Unser Entwurf positioniert sich Zwischen Taunus und Frankfurt. Der Frankfurter Grüngürtel ist ein Jahrhundertprojekt und gewinnt in unserem Entwurf durch die Anordnung der Quartiere und den Umbau der Landwirtschaft im Westen an Profil. Das Taunusvorland wird benutzbarer Park und Ort, um lokale Produkte zu erwerben, das bringt allen Bewohner*innen im Umfeld Lebensqualität. In den neuen Quartieren entstehen neben Arbeitsstätten und Wohnlagen auch Schulen, Kitas, Praxen, Läden, Freizeit- und Sportangebote, die auch die Nachbarn aus den bestehenden Quartieren aufsuchen. Die größere Zahl an Menschen ermöglicht einen besseren öffentlichen Nahverkehr. Auf der Schiene werden U-Bahn, S-Bahn und RTW mehr Haltestellen anbieten, ergänzend fahren Buslinien. Zudem verbessern zwei Brücken über die Autobahn die Verbindung zwischen Stadtrand und Landschaftsraum. Das ist ein Gewinn für Alle im Nordwesten.

Kommentare (8)

Anja Batke

ID: 1.137 07.11.2020 14:14

Auch hier finde ich gut, dass zusammenhängende größere Landschaftsräume entstehen, mit Landwirtschaft in veränderter Form. Der Grundgedanke, auch von den Nachbarkommunen her zu denken (Steinbach Ost), ist m. E. ein sinnvoller Ansatz. Städtebaulich finde ich die Ideen für die Steinbach Ost und die Neu-Weststadt irritierend, soll die gegliederte und aufgelockerte Stadt der 60er reproduziert werden? Es können so zwar viele Wohneinheiten entstehen, aber keine Urbanität.

Wolf-Rüdiger Hansen

ID: 1.131 06.11.2020 18:19

Future-5 plant, das östlich der A5 gelegene Quartier mit massiven Häuserblöcken bis nahe an die NW-Stadt und nahe an den Praunheimer Weg wie einen Keil izwischen die bestehenden Quartiere zu schlagen. Da entsteht keine Kaltuft mehr und es geht auch keine mehr durch. Auch hier müssten wir Bürger in der Nordweststadt, in Heddernheim und Praunheim uns wegen des ausbleibenden Kaltluftwinds auf noch heißere Sommernächte einstellen. Der Klimawandel lässt grüßen. Aber die 10 Meter hohe Lärmschutzwand an der A5 - westlich der Mosaikschule dann wegen des Damms 16 Meter hoch - soll uns als vertikaler Garten schmackhaft gemacht werden. Die Rede ist von Obstbaumhainen, Klimatisierung der Stadträume, Stärkung der Biodiversität die Rede. Alles Euphemismen, die uns den Verstand vernebeln sollen. Gibt es da eigentlich noch eine höhere Etage, die man auf den Plänen nicht sieht?

Erik Rohnfeld

ID: 1.115 05.11.2020 11:16

Dem Entwurf fehlt jegliche Urbanität. Ansätze in der Richtung gibt es einzig im Lachgraben-Quartier, dies aber viel zu grobschlächtig, kein richtiger Blockrand, keinerlei Kleinteiligkeit, keine interessanten Straßenräume, und überhaupt keine richtigen (geschlossenen!) Plätze. Dafür generell jede Menge völlig unnütze Abstandswiesen.
"Neu-West-Stadt" ist dann auch nur eine ganz schlechte Kopie des furchtbaren 70er-Jahre-Frevels Nordweststadt.
U-Bahn zu einer gemeinsamen Station mit der S-Bahn in Steinbach macht durchaus Sinn, allerdings sollte die Strecke auf jeden Fall deutlich näher an der T+R Taunusblick an der A5 verlaufen, um dort ein P+R-Großparkhaus zu ermöglichen.

Bernadette Gölzhäuser

ID: 1.103 28.10.2020 13:04

Auch bei diesem Konzept bleibt der Eindruck auf die Pläne, dass es nur um möglichst viel Wohneinheiten geht ohne in der Realität die Nachhaltigkeit der vorhandenen Flächen zu berücksichtigen.
Verstehe ich das richtig, dass hier ausschließlich geförderter bzw. genossenschaftlicher Wohnraum entstehen sollte?

Stadtplanungsamt Frankfurt

Kommentar der Moderation
ID: 1.108 29.10.2020 08:21

Vielen Dank für Ihren Beitrag! Höhere Dichten im Städtebau sind Teil einer nachhaltigen Stadtentwicklung, da auf gleicher Fläche mehr Wohnungen gebaut werden können und dafür weniger Freifläche verwendet werden muss. Selbstverständlich müssen auf den Baugrundstücken selbst noch unversiegelte Flächen verbleiben. In der Nachbarschaft hat der Entwurf darüber hinaus hochwertige Freiflächen, wie z.B. den Naturpark Steinbach vorgesehen.
Im neuen Stadtteil der Quartiere sollen nicht nur geförderter oder genossenschaftlicher Wohnraum entstehen. Alle Planungsteams hatten die Aufgabe, sich mit verschiedenen Formen des preisgedämpften Wohnraums auseinanderzusetzen. Vorgegeben war ein Mix von 30% gefördertem Wohnungsbau, 15% gemeinschaftlichem und genossenschaftlichem Wohnen, 30% freifinanzierter Mietwohnungsbau und 10% preisreduzierte Eigentumswohnungen, die in den neuen Quartieren realisiert werden sollen. Cityfoerster hat in seinem Erläuterungsbericht auf Seite 4 oben die geplanten Wohnformen detaillierter erläutert.

Thorein Hard

ID: 1.094 26.10.2020 21:10

Warum überplant das Konzept heutige Freiräume und wertvolle unversiegelte Flächen, anstatt zunächst bereits vorgenutzte Flächen wie die ehemalige Ziegelei in Praunheim wieder zu nutzen, wie das Baugesetzbuch es in seinem § 1a vorgibt? Konversion ist die ökologischste Art der Stadtentwicklung, warum wird dieser Grundsatz ignoriert?

Claudia Höchsmann

ID: 1.086 23.10.2020 15:33

Nachtrag: ich hoffe, dass die Häuser dann auch in unterschiedlichen Stilen erbaut werden und nicht so eine künstliche Stadt wie das Europaviertel entsteht

Claudia Höchsmann

ID: 1.085 23.10.2020 15:32

Find die Idee super, dass shared mobility, sowie Fußgänger und Radfahrer im Vordergrund stehen. Auch finde ich es gut, dass ausschließlich Mehrfamilienhäuser gebaut werden - dort dann bitte keine „exklusiven Eigentumswohnungen“, die sich ein normaler Mensch nicht leisten kann, sondern nur bezahlbare Wohnungen (sowohl zur Miete, als auch zum Kauf)