PLANUNGSTEAM 6

superwien urbanism ZT OG (Wien) mit Siri Frech – Raum + Strategie (Berlin), DnD Landschaftsplanung ZT KG (Wien)

Rahmenplan:

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Die kompletten Planungsunterlagen des Teams: 

Studien zu Stadt und Landschaft 
Erläuterungsbericht

Was sagen Sie zu diesem Entwurf? Was gefällt Ihnen hieran? Wo sehen Sie die Stärken? Was fehlt Ihnen an diesem Ergebnis?

Die Kernidee unseres Entwurfs ist die Schaffung eines mischgenutzen Stadtteils mit einem breiten Angebot an Wohnungen, aber auch Arbeitsplätzen und Freiräumen. Die neue Bebauung ist behutsam in die Landschaft integriert, ohne bestehende Wegeverbindungen zu stören oder zu zerstören. Unser Entwurf sieht drei verschiedene Quartiere mit einem breiten Angebot an Wohnungen vor und mit unterschiedlichen Nutzungen in der Erdgeschoßzone. Die drei Quartiere sind perfekt an den öffentlichen Nahverkehr (U7, RTW) angebunden und ermöglichen eine direkte Verbindung ins Zentrum von Frankfurt. Gleichzeitig bieten die drei Quartiere ein umfassendes Angebot an neuen Arbeitsplätzen, das pendeln in die Stadt ist daher nicht immer notwendig. Frankfurt Nordwest bekommt ein engmaschiges Zentrum wo alles innerhalb von maximal 15-Gehminuten erreichbar ist.

Wir bauen Stadt weiter! Dies bedeutet, dass sich neue Zentren an den U-Bahnstationen bilden. Die ist wichtig für die Versorgung der Bevölkerung vor Ort und in der Umgebung, mit kurzen Wegen zu Fuß und mit dem Rad und ohne ein Auto zu benötigen. Im Gegensatz zu üblichen Stadtentwicklungsgebieten bietet unser Entwurf einen Mehrwert für die künftigen Bewohner*innen sowie für die Menschen aus den umgebenden Nachbarschaften. Wir bauen mehr als nur reine Wohnsiedlungen, wir setzen daher einen Fokus auf die belebte Erdgeschosszone. Es wird ein vielfältiges Angebot an Nutzungen geben, Geschäfte, Restaurants, Cafés, aber auch neue Arztpraxen und Gesundheitseinrichtungen.

Der Mehrwert des Entwurfs für die bestehenden Nachbarschaftsteile liegt in der Schaffung von neuen Zentren für alle Bewohner*innen aus Frankfurt Nordwest. Neue Wegverbindungen aus den bestehenden Stadtteilen intensivieren die Nutzung dieser neuen Zentren. Es wird erstmals ein umfassendes Angebot an Geschäften und sozialen Versorgungseinrichtungen geschaffen, wie in der historischen Stadt. Darüber hinaus werden auch wertvolle Arbeitsplätze im Bereich Produktion und Hi-Tech in neuen Betrieben geschaffen. Die Bewohner*innen bekommen ein neues Angebot an Bildungseinrichtungen und neue Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs. Das Freiraumangebot wird verbessert und Parks und Plätze landen zum Verweilen ein. Wir schlagen darüber hinaus einen partizipativen Planungsprozess vor, um die Wünsche der Nachbarschaft besser berücksichtigen zu können. Das Projekt ist sozusagen ein Gewinn für Alle. 

Kommentare (7)

Anja Batke

ID: 1.142 07.11.2020 15:01

Zu viele Wolken, auch sprachlich. Die Quartiere werden zwar unterschiedlich bezeichnet, die städtebauliche Differenzierung kann ich im Entwurf jedoch nicht ablesen. Es wird von Stadtdörfern gesprochen, die Kubaturen sind jedoch massiv. Behutsame Integration in die Landschaft kann ich gerade westlich der A5 nicht nachvollziehen. Dort entsteht sehr viel Baumasse.
Die Trassenführung der U-Verlängerung erscheint mir nicht realistisch. Die Ringstraße verbindet die neuen Quartiere, die Vernetzung mit den Nachbarkommunen wird nicht ausreichend thematisiert. Insgesamt gibt es zu wenig Netz-Infrastruktur. M. E. erzeugt die Idee Ringstraße Umwegverkehre.
Die nutzbaren Freiräume sind eher Korridore und/ oder befinden sich vor allem entlang der A5.

Wolf-Rüdiger Hansen

ID: 1.133 06.11.2020 18:42

Man könnte verzweifeln. Auf diesem und den anderen plänen sieht man so deutlich, wie locker die Nordweststadt bebaut ist, wie viele grüne Flächen zwischen den Häusern und wie winddurchlässig diese liegen. Und jetzt würden wir wie in diesem Entwurf westlich der A5 und mit dem Ostquartier südlich der Nordweststadt mit einer hochwirksamen Windbarriere mit massiven neuen Wohnblocks umbaut. Wir lesen aber, dass mit diesem Entwurf den Bewohner der NW-Stadt mit der "Stadterweiterung ein großer Gewinn" entgegen gebracht würde. Hoppla, wo denn bitte?

Erik Rohnfeld

ID: 1.119 05.11.2020 12:09

Stärken hat dieser Entwurf einzig bei der Landschaftsplanung. Umfang und Anordnung der Neubauquartiere ist zwar gut so, der städtebauliche Inhalt dagegen weiterhin einfach nur furchtbar. Kein Blockrand, keine Kleinteiligkeit, keine Dichte. Absolut nirgends auch nur Ansätze von Urbanität. Stattdessen monotone, hier und da aufgebrochene (und damit nichtmal den Blockrand erhaltende) Großformen und völlig diffuse Pseudo-Plätze. Vor allem westlich der A5 dann auch noch in schlimmster 70er-Jahre-Manier angeordnete Solitäre. Auf die Art baut man die Slums von morgen!
Auch das ÖPNV-Konzept ist schlecht: die U7 wird extrem umwegig geführt und regelrecht als Straßenbahn mit viel zu engen Kurvenradien missbraucht, und bindet dabei noch nichtmal die T+R Taunusblick zwecks P+R an.

Bernadette Gölzhäuser

ID: 1.106 28.10.2020 13:21

Schade, auch dieses Konzept geht von einer maximalen Flächennutzung sowohl in die Breite als auch in die Höhe aus. Die beschreibenden Worte klingen schön, finden sich aber im Entwurf meiner Ansicht nach nicht konsequent wieder. Würde tatsächlich die Stadt weiter gebaut werden, dann würden sich die Planer die Freiflächen zwischen den Gebäuden der bestehenden z.B. Nordweststadt ansehen und tatsächlich weitertragen. Davon ist dieser Entwurf was die versiegelten Flächen angeht weit entfernt.

Erik Rohnfeld

ID: 1.118 05.11.2020 12:01

Ausgerechnet die vermurkste und teils verslumte Nordweststadt soll als positives Beispiel dienen?? Nie und nimmer! Das ist genau das wie man es nicht macht! Abstandswiesen ohne jegliche Zuordnung zu privat oder öffentlich bringen niemandem was. Wie Städtebau richtig geht sieht man in den Gründerzeitquartieren rings um Alt- und Neustadt: von hoch verdichtet und trotzdem lebenswert (Nordend) bis hin zu repräsentativer aber trotzdem recht kompakter und dichter Villenbebauung (Westend) ist da für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel was dabei

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Thorein Hard

ID: 1.099 26.10.2020 21:14

Warum überplant das Konzept heutige Freiräume und wertvolle unversiegelte Flächen, anstatt zunächst bereits vorgenutzte Flächen wie die ehemalige Ziegelei in Praunheim wieder zu nutzen, wie das Baugesetzbuch es in seinem § 1a vorgibt? Konversion ist die ökologischste Art der Stadtentwicklung, warum wird dieser Grundsatz ignoriert?